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Genauso ist es:

-Jungvögel überall!

Nach Rücksprache mit den Kollegen vom Tierheim Moers möchten wir deren Artikel über die momentane Jungvögelproblematik gerne teilen. Genauso ist es bei uns nämlich auch!

Nahezu täglich erreichen uns besorgte Anrufe zu Jungvögeln ... von Päppelstellen erhalten wie die Rückmeldung, dass sie schon jetzt an der Belastungsgrenze und sogar darüber hinaus Jungvögel versorgen.

Neben allem, was wir erleben, wo mit Tieren nicht gut umgegangen wird, ist es schön zu sehen, dass sich so viele Menschen Sorgen um die Tiere machen, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu uns leben. Besonders gut ist, wenn diese Für-Sorge mit etwas Hintergrundwissen bereichert wird.

Nicht jeder Vogel, der vermeintlich alleine irgendwo sitzt, benötigt Hilfe. Hier gilt es zu unterscheiden, ob es sich um einen Ästling oder einen Nestling handelt. Ästlinge sind voll befiedert, stehen auf ihren Füssen und werden weiter von den Elternvögeln versorgt. Hier sollte man beobachten, ob die Elterntiere regelmäßig füttern und ggf kann man den Jungvogel im nahen Umfeld etwas sicherer setzen.

Nestlinge außerhalb des Nestes brauchen Hilfe, müssen jedoch nicht zwangsläufig mitgenommen werden. Ist das Nest in unmittelbarer Nähe aufzufinden und der Jungvogel unverletzt, kann man den artgleichen Nestling dort wieder hinein setzen.

Man darf Vögel anfassen - das führt nicht zu Irritationen bei den Elterntieren.

Wir teilen gerne noch einmal die Grafik des Tierschutzbund mit den Beispielbildern.

Was kann man tun, damit gar nicht erst so viele Jungvögel in Not kommen? Es ist eine Tatsache, dass unsere heimischen Vögel immer weniger Nahrung finden. Jeder kann da proaktiv unterstützen. In unseren Gärten sollten wieder mehr insektenfreundliche Pflanzen wachsen dürfen. Nicht alles Verblühte muss sofort zurück geschnitten werden, damit es ordentlich aussieht ... Sämereien sind ein wichtiger Bestandteil der Nahrung. Auch Obst- oder Beerenpflanzen helfen, genug Nahrung zu finden.

Akkurate und cleane Gärten mögen manches Auge erfreuen ... für Vögel, Insekten und auch andere heimische Wildtiere bieten sie jedoch keinen Lebensraum.

Auch durch Fütterung kann man den Vogeleltern helfen. Jedoch gilt es dabei, das Futter richtig auszuwählen. Man sollte sich bei der Sommerfütterung daran orientieren, was den Vögeln zu dieser Zeit auch als natürliche Futterquelle zur Verfügung steht. Sämereien von heimischen Wildkräutern gehören auf jeden Fall dazu, während Nüsse, Sonnenblumenkerne und Fettfutter eher im Herbst/Winter sinnvoll sind.

In jedem Fall wäre es für alle viel schöner, wenn unsere singenden Nachbarn ein Umfeld haben, in dem sie nicht auf unser Eingreifen angewiesen sind.

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