Aktuelles

Tolle Unterstützung

...für die „Schwarz-Gefiederten“

Dieser nette Bericht erreichte uns vergangene Tage von der Wildvogelhilfe:

Lange Zeit hatten wir als Wildvogelhilfe unsere Auswilderungs- und Mauser-Volieren für die Rabenkrähen und Dohlen auf dem Gelände eines befreundeten Tierschutzvereins stehen. Wie es sich gehört, fern ab der Besucherströme, am Waldrand auf einem Feld. Genau das war dann schlussendlich das „Verhängnis“ für die Bleibe der Vögel. Einige Nachbarn regten sich über diese „Ungeziefer“-Vögel auf und forderten den Rückbau, da sie keine Krähen in ihrer Nähe haben wollten. Zuerst ignorierten wir dies, da die Gesetze auf unserer Seite waren und sowohl die Vögel als auch wir nichts Unrechtes taten. Im Gegenteil, die zuständige Amtstierärztin hatte längst ihren Besuch angekündigt, denn auch sie war grundsätzlich froh, einen Platz zu haben, an den sie ihr gemeldete verletzte Vögel mit gutem Gewissen weitergeben konnte. Nachdem jedoch zunehmend Druck auf die Vorsitzende des Tierschutzvereins ausgeübt wurde und wir zudem auf selbstauslösenden Nachtsicht-Kameras Menschen sehen konnten, die im Dunkeln zumindest an unseren Volieren vorbei gingen, bauten wir  ab und brachten unsere Vögel in Notunterkünften unter. Das alles passierte zur Haupt-Jungvogel-Saison, was uns selbst schon bei der Annahme neuer Tiere unter Druck setzte und leider auch dazu führte, dass wir des TSV Düsseldorf bei einem Hilfegesuch zur Übernahme einiger Krähen und Dohlen zur Auswilderung eine traurige Absage erteilen mussten.

Und genau von da kam die so sehr ersehnte Hilfe: Kurz nach unserer Absage klingelte das Telefon und Frau Piasetzky kam ohne lange Umschweife auf den Punkt, und schickte uns ein tatkräftiges Handwerker-Team, welches die Volieren blitzgeschwind auf einem für Fremde nicht zugänglichen Privatgrundstück wieder aufbaute.

Und nicht nur das: Abgesehen davon, dass die Handwerker die Volieren so schön aufbauten wie wir es nie gekonnt hätten, ersetzten sie auch fehlendes und zu Bruch gegangenes Material klag- und kostenlos. Innerhalb von vier Tagen konnten unsere Krähen-Pfleger mit der Inneneinrichtung beginnen und zwei Tage später konnten die Rabenkrähen und eine ganze Dohlenschar die neuen Quartiere umziehen.

Die neuen Volieren sind so großzügig gestaltet, dass wir jetzt sogar die Chance haben, in Ruhe die schon auf diesem Grundstück befindlichen alten Volieren zu renovieren und wieder einsatzfähig zu machen.

Wir können unser Glück immer noch kaum fassen, während unsere Gefiederten Patienten die Volieren mit einer Selbstverständlichkeit annehmen, als ob sie nie woanders gewesen seien. Einige der fitteren Krähen haben bereits die Auswilderungklappe im Dachbereich entdeckt und erkunden die Umgebung und lernen wilde Krähen kennen, die sie immer öfter zu langen Ausflügen mitnehmen – so werden wir sicher bald von einigen Abschied nehmen können. Dieses eher traurig behaftete Wort ist für uns der schönste Moment, denn dann sehen wir, dass wir den Vögeln eine zweite Chance geben konnten und, dass sie uns nun nicht mehr brauchen.

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